
Modularisierung von Studiengängen
Die Modularisierung von Studiengängen ist eine Folge des sogenannten Bologna-Prozesses. Der Bologna-Prozess ist eine Initiative, die Ende der 1990er Jahre gestartet wurde und das Ziel hat, das europäische Hochschulwesen vergleichbar zu machen.
Module sind Lehr- bzw. Lerneinheiten. Sie enthalten Lehrinhalte, die zusammenpassen.
Der angenommene Zeitaufwand der Studierenden für das Absolvieren eines Moduls wird in Leistungspunkten gemessen. Statt des Begriffs Leistungspunkt (LP) sind auch die dazu synonymen Bezeichnungen Credit Point (CP) oder ECTS-Punkt üblich. Ein LP entspricht 30 Arbeitsstunden.
Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen, nach deren Bestehen die Studierenden die dem Modul zugeordnete Anzahl von LP erhalten. Je Semester sind typischerweise 30 LP zu erreichen.
Das LP-basierte Prüfungssystem macht den Studienverlauf transparent und stellt für jeden Studierenden einen Anreiz dar, das Studium zielgerichtet innerhalb der Regelstudienzeit abzuschließen.
Zusammen mit der modularen Struktur des Studiums erleichtert es u.a. die Anerkennung von Studienleistungen, die an anderen Hochschulen erbracht wurden. Dies vereinfacht einen Wechsel des Studiengangs oder des Studienortes und die Integration von Studienleistungen, die an ausländischen Partnerhochschulen erbracht wurden.
