
Studierende entwerfen schwimmendes Theater
Studierende des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Darmstadt haben in Frankfurt ein schwimmendes Theater entworfen und gebaut. Gemeinsam mit der Fachhochschule Frankfurt und der Justizvollzugsanstalt Preungesheim arbeiteten die Architekturstudierenden an dem Projekt MS Carmen. Die MS Carmen ist ein Schiff auf dem das sogenannte „Knasttheater“ aufgeführt wird.
Wer noch bis Ende des Jahres auf Höhe der Untermainbrücke am Main entlangspaziert, dem zeigt sich ein skurriles Bild. Wie ein riesiges buntes Schuppentier liegt ein 30 Meter langer Schubleichter, ein Schiff ohne eigenen Antrieb, am Ufer. Aus 5000 einzelnen Planenfetzen haben die Studierenden der Hochschule Darmstadt dem Schiff einen Mantel verpasst.
Im Inneren des Schiffes wird seit November von Studierenden der Fachhochschule Frankfurt und Insassen der Justizvollzugsanstalt Preungesheim das Stück Carmen aufgeführt. Auch andere kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte werden angeboten.
Die Inneneinrichtung stammt ebenfalls von den h_da-Studierenden. Sie besteht aus mehreren Ebenen, Sitzelementen und einer flexible Tribüne. Zudem wurde auch die Bühnenbildgruppe beraten und unterstützt.
Das Projekt fördere, durch die enge Zusammenarbeit von Gefangenen und Studierenden, die Entwicklung integrativer Prozesse und leiste einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Kommunikation, so die Leitende Lehrbeauftragte des Fachbereichs Architektur der Hochschule Darmstadt Céline Scherer.

